Seit Monaten spiele ich mit dem Gedanken, meinem inzwischen betagten MacBook ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Als Apple die Unibody-Notebooks rausbrachte, habe ich direkt ein 13-Zoll-Gerät geordert, das inzwischen ja MacBook Pro heißt. Mit der Leistung des Prozessors bin ich immer noch zufrieden, der Hauptspeicher scheint auch nicht das Problem zu sein, allein die Festplatte ist offenbar der Flaschenhals, der das System bremst. Um es kurz zu machen: ein Solid State Drive (SSD) muss her.
Zugegeben, die Anschaffung ist nicht gerade ein Schnäppchen. Festplatten mit vergleichbarer Kapazität kosten im Verhältnis nur einen Bruchteil. Doch war ich von den unzähligen Berichten über die unglaubliche Geschwindigkeit fasziniert, zumal der Ärger um die Drosselung der SATA-Schnittstelle scheinbar behoben ist – und ein Blick in den System-Profiler mich beruhigte. Nach der Lektüre diverser Erfahrungsberichte und Einbauanleitungen, der Entscheidung über die für mich geeignete Kapazität, habe ich also bei Amazon eine Intel X25-M Postville mit 160 GB bestellt.
Der Einbau war, nachdem ich das richtige Werkzeug in Form der geeigneten Schraubenzieher hatte (00er Phillips und 06er Torx), ein Kinderspiel.
Akkufach öffnen, Festplattenhalterung abschrauben, Platte rausnehmen, Stecker lösen, die vier Torx-Schrauben von der alten Platte auf die SSD montieren. Dann den Stecker wieder anschließen, SSD einsetzen, Halterung festschrauben und Alu-Klappe wieder zu.
Vorab hatte ich mit Personal Backup (inzwischen leider nur noch als Paket erhältlich) eine bootfähige Kopie der HDD auf einer externen USB-Festplatte erstellt. Von dieser habe ich dann das MacBook gestartet, die SSD via Festplatten-Dienstprogramm formatiert und anschließend meine rund 90 GB Daten zurück gespielt.
Nach einer guten Stunde war es dann soweit: Neustart des Rechners von der frischen Intel X25-M Postville. Der Bootvorgang kam mir nicht atemberaubend vor, aber bereits Mail öffnete und verarbeitete neue Mails rasant schnell. Ganz zu schweigen von Adobes Photoshop oder Aperture. Richtig begeistert war ich dann, als ich mit XBench einen Schreib-/Lesetest vorgenommen habe. Was soll ich sagen? Die Werte sprechen für sich:

oben Hitachi HDD, unten Intel X25-M SSD
Mein Fazit: Nach einem Arbeitstag mit der SSD ist naturgemäß ein aussagekräftiges Resümee unmöglich. Da ich aber immer nur eine beschränkte Anzahl von Anwendungen geöffnet habe und deshalb häufig Programm öffne und schließe, spüre ich den Geschwindigkeitszuwachs schon sehr deutlich. Ich habe jedenfalls das Gefühl, dem Rechner eine Frischzellenkur verpasst zu haben. Mit der Anschaffung bin ich mehr als glücklich und kann sie nur zur Nachahmung empfehlen!
